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Magazin · Jagd Praxis
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28. April 2006 · von H.R.

Ansitzjagd auf Schwarzwild

Grundsätzlich ist diese Art der Jagd am Tag und in der Nacht während des ganzen Jahres durchführbar.

Die Ansitzjagd ist eine Form der Einzeljagd und wird von einem erhöhten Ort oder vom Boden aus durchgeführt.

Angesessen wird mit Vorteil in der Nähe von Wildwechseln und gefährdeten landwirtschaft-lichen Kulturen. Diese Jagdart eignet sich besonders gut, wo Schäden frisch aufgetreten sind und:

• Unmittelbar nach der Aussaat von Mais.
• Wenn Mais oder Hafer im Milchreifestadium ist.
• Auf Wiesen und Weiden.
• Am Rand von Schutzgebieten und Reservaten.

Geeignete Standorte für die Ansitzjagd:
• Waldränder in unmittelbarer Nähe von gefährdeten, landwirtschaftlichen Kulturen.
• An Jagdschutzgebiete angrenzende Zonen.
• Randzonen von Lichtungen im Inneren kompakter Wälder.
• Hauptwechsel der Wildschweine.
• Kirrungen.

Die wichtigsten Kriterien zur genauen Standortwahl für die Ansitzjagd sind:
• Die wahrscheinlichen Austrittsstellen (Achse mit dem bestmöglichen Gesichtsfeld).
• Die Windrichtung (unbedingt gegen den Wind).
• Die Zugänglichkeit zum Standort für die Ansitzjagd (Zugang ohne Querung der Wechsel, die wahrscheinlich von den Wildschweinen benutzt werden).

Hochsitzarten:
• Ansitzleitern
• Baumsitze
• Este/fahrbare Hochsitze
• Offene/geschlossene Hochsitze, usw.

Hinweis: Besonders empfehlenswert sind mobile Hochsitze. Die Ansitzjagd kann dort stattfinden, wo sie erforderlich ist und Sicherheit und gute Abschussbedingungen sind gewährleistet.

Zusammenarbeit mit Landwirten: Es ist zu beachten, dass das Aufstellen eines Hochsitzes das Einverständnis des Grund-eigentümers benötigt. Die Jäger sollten sich bemühen von den Landwirten zu erfahren, wann und wo:
• Mais ausgesät und Risikokulturen angelegt werden.
• Frische Schäden entstanden sind.
• Wildschweine gesichtet worden sind.

Ansitzjagd in der Nacht: Die Ansitzjagd in der Nacht ist eine effiziente ergänzende Jagdmethode, insbesondere wenn die Wildschweine tagsüber häufig gestört werden. In der Praxis ist nachts ein Abschuss ausserhalb oder am Rand von Wäldern auf kurze Distanz auch ohne Schnee, Vollmond oder direkte Beleuchtung möglich. Allerdings ist es schwieriger, die Tiere anzusprechen. Deshalb wird empfohlen, dass kleinste, breitstehende Tier zu erlegen.

 

Empfehlungen:
• Lichtstarke Feldstecher und Zielfernrohre verwenden, denn die Ansitzjagd findet im Allgemeinen nicht bei optimalen Lichtverhältnissen statt (Dämmerung, Nacht).
• Eine maximale Schussdistanz von 80-100m einhalten.
• Nur auf stehendes Wild schiessen.
• Blattschuss anbringen. Vom Zielen auf den Kopf wird abgeraten da Verletzungen am Kiefer oder Hals eine allfällige Nachsuche sehr schwierig machen.

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