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1. September 2004 · von H.R.

Knives of Alaska - Light Hunter Set

Das Messer-Set aus den USA: Skinner mit Aufbrechhaken und das feine Messer "The Cub"

Für die Arbeit nach dem Schuß, die sogenannte "Rote Arbeit" und speziell dem "aus der Decke schlagen" sollte ein Jagdmesser eine optimale Form und geeigneten Griff haben.

Im heimischen Revier reicht für die Versorgung von Reh- Rot- und Schwarzwild ein leichtes, handliches Jagdmesser mit einer Klingenlänge von sieben bis zehn Zentimetern in aller Regel aus.

Selbst ein Klappmesser ist einsetzbar, weil direkt im Revier nur wenige Schnitte nötig sind. Zerwirkt wird das Stück erst in der Wildkammer, wo das nötige Werkzeug wie spezielle Messer, Säge und Fleischerbeil bereitliegt.

Wer geübt ist, kommt aber auch beim Zerwirken mit dem Jagdmesser aus.

Ganz anders sieht es bei einer Jagdreise aus. Das erlegte Stück muß an Ort und Stelle fachgerecht versorgt werden. Soll die Decke genutzt werden oder wird ein Cape für eine Trägermontage benötigt, ist hier Sachkenntnis, Sorgfalt und das richtige Werkzeug unbedingt erforderlich.

Charles Allen, Inhaber der Firma "Knifes of Alaska", selbst erfahrener Buschpilot und Outfitter, hat ein Messer-Set entwickelt und erprobt, das genau für diesen Zweck ausgelegt ist.

Die Kombination besteht aus einem reinrassigen "Skinner" mit gebogener, breiter Klinge, die auch mit einem Aufbrechhaken versehen ist, und einem kleinen, handlichen Beimesser. Der große Skinner besteht aus D2-Stahl und das kleine Messer für die feinen Arbeiten aus rostfreiem 8A-Stahl.

Die Form des Hauptmessers, "Light Hunter" genannt, erscheint auf den ersten Blick ungewöhnlich und eigenwillig. Man muß es in der Hand gehabt und damit gearbeitet haben, um zu verstehen, dass diese Form für die Schnitte, die beim Skinnen eines Stück Schalenwildes notwendig sind, ideal ist.

Die 44 Millimeter breite Klinge ist am Rücken sechs Millimeter stark. Selbst an der Spitze ist sie noch sehr stabil und am Rücken gewollt flach gehalten, um eine Auflage für den Daumen zu bieten.

Direkt vor dem Handgriff ist sogar eine feine Rillung des Klingenrückens vorhanden, um beim Schneiden dort einen Finger rutschsicher auflegen zu können. Das Messer lässt sich durch die kurze Form und den Auflagepunkten am Klingenrücken so in die Hand nehmen, dass der Zeigefinger über der Spitze liegt. So lassen sich sehr präzise Schnitte durchführen, weil der Benutzer die Klinge völlig unter Kontrolle hat.

Der Zeigefinger führt das Messer direkt über der schneidenden Messerspitze. Durch den großen Bogen des vorderen Klingenbereiches ist der schneidende Teil besonders groß.

Der Aufbrechhaken am Klingenrücken eignet sich besonders für Großwild und hat eine elf Millimeter breite Öffnung. Das reicht auch für eine Sauschwarte im Winter. Viele Aufbrechhaken sind zu klein dimensioniert und bereiten bei dicken Decken oder Schwarten Probleme. Mit dem scharfen Haken lässt sich die Bauchdecke schnell und bequem, fast wie mit einem Reißverschluss, öffnen. Verletzungen des Gescheides sind dabei völlig ausgeschlossen.

Die Griffschalen sind aus schwarzen Gummi und besonders praxisgerecht, weil sie rutschfest sind und dämpfend wirken. Für feine Arbeiten wird das Messer gewechselt

Das kleine Messer, "The Cub" genannt, besitzt eine sieben Zentimeter lange, schlanke Klinge mit hochgezogener Spitze.

Die schmale, schlanke Form ist für feine Schneidarbeiten, etwa den Feinarbeiten beim Abhäuten um Lichter, Fang und Windfang, ideal.

Der Klingenrücken hat eine ausgefräste Mulde, in die sich der Daumen legen läßt, was bei feinen, präzisen Schnitten zu einer noch besseren Kontrolle des Messers führt. Die Griffschalen bestanden ebenfalls aus Gummi. Die Klingen beider Messer sind matt gestrahlt. Die Scheide, die beide Messer aufnimmt, ist erstklassig gearbeitet.

Schweres, geöltes Sattelleder und sorgfältige Näharbeiten vermitteln einen gediegenen Eindruck. Das Hauptmesser wird zusätzlich durch einen Lederstreifen mit Druckknopfverschluss gesichert.

Das Beimesser ist in einer Köcherscheide untergebracht, die auch noch einen Teil des Griffstückes umschließt. Neben den beiden Messern findet auch noch ein keramikbeschichteter Schärfstahl in der Scheide Platz.

Durch die breite Gürtelschlaufe wird das Gewicht auf eine größere Fläche verteilt. Beide Messer wiegen samt Scheide 415 Gramm. Das große Messer allein bringt davon 200 Gramm auf die Waage.

Die aus D2-Stahl gefertigte Klinge des großen Messers ist flach geschliffen und hat einen größeren Schneidwinkel als die Klinge des Beimessers.

Dadurch ist diese Klinge sehr schnitthaltig, aber nicht ganz so scharf wie die Klinge des "Cub". Die meisten Arbeiten lassen sich mit dem großen Messer durchführen. Das kleine Messer wird nur für die wirklichen Feinarbeiten benötigt.

Für die Trophäenbehandlung, etwa dem Fertigen eines Capes, ist dieses Messer optimal.

Dieses Messerset ist zwar auf die Dimensionen der Großwildjagd abgestimmt, doch auch ein heimisches Stück Schalenwild lässt sich damit bequem und schnell zerwirken.

So gesehen also nicht nur eine gute Kombination für die Jagdreise, sondern durchaus auch zu Hause einsetzbar.

Zu beziehen ist der "Light Hunter" direkt beim Hersteller "Knifes of Alaska", P.O. Box 675 Cordova, Alaska 99574 oder online auf www.allesjagd.com

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