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14. Februar 2003 · von H.R.

Ganzjährige Niederwildhege!

Gute Niederwildbesätze erhält man durch sinnvolles Bejagen, deckungsreiches Gelände und intensive Bejagung des Raubwildes

In vielen Revieren wird mit Beginn der Schonzeit die Fütterung des Niederwildes verringert und manchmal sogar eingestellt. Doch gerade in den Monaten Februar und März ist die Fütterung von größter Bedeutung

Eine alte Jägerweisheit sagt: „Gefüttert wird, bis die Buschwindröschen blühen“, und das sollte auch in Niederwildrevieren so gehalten werden. Aufgrund Mangel an guter Deckung und Äsung verlassen viele Tiere ihre Einstände, was oft den sicheren Tod mit sich bringt. Besonders beim Fasan ist die Reviertreue eine Frage des Nahrungsangebotes und eine durchdachte Fütterung dringend anzuraten. Die durchdachte Zusammenstellung der Äsungsflächen im Revier kann dem Wild einerseits zusätzliche Deckung bieten und andererseits die Menge des auszubringenden Futters beträchtlich senken. Mais als Wildackerpflanze sollte in keinem Fasanenrevier fehlen. Die traditionelle Futterschütten, ein witterungsbeständiges Schrägdach, unter dem mit Mais, Weizen und Sonnenblumenkernen angereicherte Druschabfälle ausgebracht werden, sind meist nicht flächendeckend vorhanden, sind oft von Parasiten befallen, das Futter wird feucht, ruft Schimmelbildung – und bei den Tieren Krankheiten hervor. Bei der Fasanenfütterung sollte man daher auf Futterautomaten zurückgreifen, bei denen sich die Fasanen die Körner einzeln aus einem Spender herauspicken müssen. Diese Art der Fütterung ist nicht nur hygienischer, sie ist spart auch Zeit und Geld, da sie nicht so oft beschickt werden muß.


AllesJagd Tipps:

1) Für Fasan:
Weg von der Bodenfütterung – und hin zur hygienischen und umweltfreundlichen Fütterung mit Automaten. Futterautomaten revierdeckend, gezielt, windgeschützt und in guter Deckung aufstellen. Geeignet sind Schilfpartien, Hecken, dichtes Fichtenstangenholz und im Sommer auch Maisfelder. Dabei beachten, dass die Fütterungen nicht zu nahe am Deckungsrand platziert sind.Wichtig ist das Jägersprichwort: „oben dicht - unten Licht“.

2) Für Rebhühner:
Im Gegensatz zum Fasan, füttert man die Rebhühner im freien Feld. Als Fütterung eignen sich dafür transportable Schütten, unter denen man mit Mais, Weizen und Sonnenblumenkernen angereicherte Druschabfälle streut. In der Nähe der Schütte sollte sich niedrige Deckung befinden, in die sich die Kette vor einem anjagenden Greifvogel flüchten kann. Im Umkreis von mindestens hundert Metern darf sich keine Aufhakmöglichkeit für gefiederte Räuber befinden. Ideal sind zwei Schütten pro Rebhuhnkette.

3) Hygiene:
Schütten mit einem Gemisch aus Torf auskalken und mit körnigem Sand 2-5 mm zur besseren Verdauung belegen und als Huderplatz nutzen.

4) Entenfütterung mit Automaten:
Zur schnellen Montage der Automaten über dem Wasser oder am Ufer, haben sich Dreibeingestelle oder alte Heuheinzen bestens bewährt. Unter den Automaten sollten im Wasser zweckmäßig Platten und an Land, Matten gelegt werden. Auch bei der Entenfütterung gilt, artgerecht, umweltfreundlich und sparsam füttern. Die Futterschalen der Automaten sollten ca. 25cm vom Boden entfernt sein.

Wir hoffen Sie können einige Anregungen Ihrem Niederwild zu Liebe umsetzten.

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